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Praxis·5 Min. Lesezeit

Digitale Menüboards in der Gastronomie: Kosten, Technik und Einrichtung

Digitale Menüboards ersetzen gedruckte Tafeln über der Theke. Preise ändern sich mit einem Klick, morgens läuft die Frühstückskarte, abends das Angebot. Hier steht, was du dafür brauchst und was es kostet.

von orderio Team

Über vielen Theken hängen heute Bildschirme statt gedruckter Tafeln. Der Grund ist einfach: Ein gedrucktes Menüboard muss bei jeder Preisänderung neu gemacht werden. Ein digitales Menüboard änderst du am Computer, und die neue Karte steht wenige Sekunden später über der Theke.

Wofür sich digitale Menüboards lohnen

  • Preise ändern ohne Druckerei: Bei einer Änderung des Steuersatzes oder steigenden Einkaufspreisen passt du alle Bildschirme auf einmal an.
  • Tageszeiten: Morgens die Frühstückskarte, mittags der Mittagstisch, abends die Abendkarte. Die Inhalte wechseln automatisch.
  • Angebote zeigen: Menü der Woche, neue Produkte oder ausverkaufte Artikel sind sofort sichtbar.
  • Mehrere Filialen: Eine Änderung gilt für alle Standorte oder nur für eine Filiale.
  • Bewegte Bilder: Kurze Videos von Speisen fallen über der Theke deutlich mehr auf als ein Foto auf Papier.

Welche Technik du brauchst

Ein digitales Menüboard besteht aus drei Teilen: dem Bildschirm, einem kleinen Abspielgerät und der Software, mit der du die Inhalte verwaltest.

TeilWas es istWorauf du achten solltest
BildschirmHandelsüblicher Bildschirm oder Profi-DisplayHerstellerangaben zu Dauerbetrieb und gewerblicher Nutzung, Helligkeit bei Tageslicht
AbspielgerätKleiner Player, per HDMI am BildschirmVerbindung über WLAN oder Kabel, automatischer Neustart nach Stromausfall
HalterungWand- oder DeckenhalterungTragkraft, Neigung, Kabelführung
SoftwareDashboard zum Gestalten und Planen der InhalteVorlagen, Zeitsteuerung, mehrere Standorte, Anzeige ohne Internet

Bei orderio Digital Signage schließt du den orderio-Player per HDMI an einen handelsüblichen Bildschirm an und verbindest ihn mit dem WLAN. Fällt das Internet aus, läuft der zuletzt geladene Inhalt weiter. Auf Wunsch liefern wir abgestimmte Komplett-Sets.

Was digitale Menüboards kosten

Die einmaligen Kosten hängen vor allem von den Bildschirmen ab. Dazu kommen Player und Halterung. Laufend zahlst du meist eine Lizenz pro Bildschirm für die Software. Bei orderio sind das 7 Euro pro Gerät und Monat zuzüglich Umsatzsteuer, mit Dashboard, Vorlagen und Cloud-Sync. Wenn du keine Zeit für die Gestaltung hast, erstellen wir Bilder und Videos für deine Bildschirme.

Preisangaben: was die Preisangabenverordnung verlangt

Nach § 13 der Preisangabenverordnung müssen Gaststätten ihre Preise in einem Preisverzeichnis angeben, gut lesbar, zum Beispiel als Aushang, auf dem Tisch oder vor der Bestellung vorgelegt. Neben dem Eingang muss ein Preisverzeichnis mit den wesentlichen Speisen und Getränken hängen. Die Preise müssen Bedienungsgeld und alle Zuschläge enthalten.

Für dein Menüboard heißt das: Wenn die Bildschirme deine Preisliste sind, sollten die Preise lange genug und gut lesbar zu sehen sein. Wechselt die Anzeige zwischen Angeboten und Karte, plane genug Zeit für die Karte ein. Wie du Allergene und Zusatzstoffe angibst, steht in unserem Beitrag zu Allergenen und Zusatzstoffen.

So richtest du digitale Menüboards ein

  1. Plätze festlegen: Die Bildschirme gehören dorthin, wo Gäste beim Warten hinschauen, meist über oder hinter der Theke.
  2. Aufteilung planen: Ein Bildschirm pro Bereich, zum Beispiel Burger, Beilagen, Getränke. Zu viel auf einem Bildschirm liest niemand.
  3. Bilder vorbereiten: Gute Fotos der wichtigsten Produkte machen den größten Unterschied.
  4. Zeitplan anlegen: Welche Karte läuft wann, welche Angebote zu welcher Tageszeit?
  5. Regelmäßig erneuern: Ein Angebot, das seit Monaten läuft, sieht niemand mehr.

Viele Betriebe kombinieren Menüboards mit einem Self-Order-Terminal oder einer QR-Code-Speisekarte. Dann pflegst du Preise und Produkte an einer Stelle.

Häufige Fragen

Was kostet ein digitales Menüboard?

Einmalig fallen Bildschirm, Player und Halterung an. Für die Software zahlst du bei orderio 7 Euro pro Bildschirm und Monat zuzüglich Umsatzsteuer.

Kann ich einen normalen Fernseher nutzen?

Technisch ja, der Player wird per HDMI angeschlossen. Prüfe aber die Herstellerangaben zu Dauerbetrieb und Garantie bei gewerblicher Nutzung.

Was passiert, wenn das Internet ausfällt?

Bei orderio läuft der zuletzt geladene Inhalt weiter. Sobald die Verbindung zurück ist, holt sich der Player die neuen Inhalte.

Muss die Preisliste auf dem Menüboard ständig sichtbar sein?

Die Preisangabenverordnung verlangt ein gut lesbares Preisverzeichnis und eines neben dem Eingang. Wenn deine Bildschirme die Preisliste sind, sollten die Preise lange genug zu sehen sein.

Kann ich mehrere Filialen zentral steuern?

Ja. Inhalte lassen sich für alle Standorte gleichzeitig oder für einzelne Filialen ausspielen.

Quellen

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